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Wasser · Boden · Geomatik
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Risikostudie für das Wasserschutzgebiet der Wehebachtalsperre

Zeitraum: 2010
Auftraggeber: enwor – energie & wasser vor ort GmbH

Das Projekt

Für das Einzugsgebiet der Wehebachtalsperre sollen die nutzungsspezifischen Gefährdungspotenziale und das Verschmutzungsrisiko für das Talsperrenwasser erfasst und bewertet werden. Mit dem Instrument der Wasserstudie (oder sog. Risikostudie) werden die dafür notwendigen Daten systematisch aufgenommen.

Eine systematische Betrachtung der nutzungsspezifischen Gefährdungspotenziale und der Empfindlichkeit des für die Trinkwasserversorgung genutzten Oberflächenwassers gegenüber Schadstoffeinträgen und insbesondere gegenüber mikrobiologischen Einträgen ist für eine Trinkwassertalsperre mit ihrem saisonal geprägten Güteverlauf sinnvoll und zur Sicherstellung der öffentlichen Trinkwasserversorgung notwendig.

Leistungen der ahu AG

  • Ermittlung der vorhandenen Verschmutzungsrisiken für das Rohwasser
  • Ermittlung der zukünftigen Verschmutzungsrisiken z.B. aufgrund der künftigen Nutzungsentwicklung
  • Empfehlungen zur Verminderung bzw. Vermeidung von bestehenden oder künftigen Risiken zum nachhaltigen Schutz der genutzten Rohwasserressource
  • Beurteilung zu erwartender Risiken spezieller Vorhaben oder Entwicklungen auf die Trinkwassergewinnung und Empfehlungen zu deren Abwendung

Die Erarbeitung der Risikostudie für die Wehebachtalsperre erfolgte in folgenden Schritten:

  1. Zunächst wurde eine systematische Daten- und Grundlagenerhebung sowie eine Bewertung der Gefährdungspotenziale durch Nutzungen (z.B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Siedlung) im Einzugsgebiet durchgeführt.
  2. Anschließend wurde die Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffeinträgen aus den natürlichen Randbedingungen wie Boden- und Abflusseigenschaften, die Bodenerosionsgefährdung und das Rückhaltevermögen für Schadstoffe im Oberboden ermittelt.
  3. Aus der Überlagerung von Gefährdungspotenzial und Empfindlichkeit wurde unter Berücksichtigung der Transportwege das Verschmutzungsrisiko für die Rohwasserressource an der Wehebachtalsperre abgeleitet.
  4. Anhand der ortspezifischen und nutzungsspezifischen Risikoverteilung im Einzugsgebiet der Wehebachtalsperre wurden konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung an diesem Standort formuliert.

Ergebnis / Nutzen / Erfolg

Die Risikostudie stellt für Wasserversorgungsunternehmen ein wichtiges Planungsinstrument dar und ist in diesem Zusammenhang als wesentlicher Baustein eines technischen Sicherheitsmanagements (TSM) anzusehen. Für die Prozessglieder Einzugsgebiet und Rohwassergewinnung werden alle Bestandteile eines „Water Safety Plans“ (WSP) gem. den Anforderungen der WHO-Guidelines (2004) erarbeitet und damit auch die Empfehlungen aus dem technischen Regelwerk des DVGW mit der DVGW W 1001 – „Sicherheit in der Trinkwasserversorgung. Risikomanagement im Normalbetrieb“ erfüllt.

Darüber hinaus kann die Risikostudie auch für die Wasser- und Gesundheitsbehörden wesentliche naturwissenschaftliche Grundlagen bei wasserwirtschaftlichen Fragestellungen im Wasserschutzgebiet liefern und ist somit als entscheidungsunterstützendes Instrument für den wasserrechtlichen Vollzug vielseitig nutzbar.

Ihr/e Ansprechpartner/in

Nadine Coenen

Unsere Kunden:  Wasserversorgungsunternehmen • Wasserverbände • Fachämter auf Bundes- und Landesebene • Kommunen • Kreise • Grundstücks-
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