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Wasser · Boden · Geomatik
Image Risikostudie für die Trinkwasserschutzgebiete Hastenrather Graben und Nachtigällchen-Mariaschacht

Risikostudie für die Trinkwasserschutzgebiete Hastenrather Graben und Nachtigällchen-Mariaschacht

Zeitraum: 2007 bis 2010
Auftraggeber: enwor energie & wasser vor ort GmbH

Das Projekt

Für die Wassergewinnungen Hastenrather Graben und Nachtigällchen-Mariaschacht der enwor energie und wasser vor ort GmbH wurde schrittweise eine Risikostudie erarbeitet:

  • Ermittlung des nutzungsspezifischen Gefährdungspotenzials   
    aus der Schadstoffmenge, die unter den spezifischen Nutzungsbedingungen in den Stoffkreislauf eingebracht wird, und der Häufigkeit, mit der diese Schadstoffe in die Umwelt emittiert werden können
  • Ermittlung der Schutzfunktion der grundwasserüberdeckenden Schichten
    natürlich gegebener Schutz des Rohwassers vor Schadstoffeinträgen - abhängig von den Bodeneigenschaften und der Art der genutzten Rohwasserressource
  • Verknüpfung von Gefährdungspotenzial und Schutzfunktion zum Grundwasserverschmutzungsrisiko
    die Wahrscheinlichkeit, mit der Schadstoffe in die Wasserressource gelangen können, und die Höhe der daraus resultierenden möglichen Belastung der Wasserressource

Auf Grundlage der Risikoermittlung wurde ein Maßnahmenkonzept zur Reduzierung und Vermeidung erhöhter Risiken im Einzugsgebiet der genutzten Wasserressource erarbeitet. Im regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Behörden wie Bezirksregierung, Gesundheitsämter, Untere Wasserbehörden, Untere Bodenschutzbehörden werden Informationen ausgetauscht und Maßnahmen abgestimmt.

Die Risikostudie für die Schutzgebiete der WGA Hastenrather Graben und Nachtigällchen-Mariaschacht berücksichtigt damit die Vorgaben und das Rahmenkonzept der „Guidelines for drinking water quality, Kap. 4: Water Safety Plans“ (WHO 2004).

Leistungen der ahu AG

Bei der Erstellung der Risikostudie wurden von der ahu AG im Einzelnen folgende Leistungen durchgeführt:

  • Datenrecherche zu Nutzungen, Altlastenverdachtsflächen, Bodeneigenschaften, Hydrogeologie
  • Beurteilung des Grundwassergefährdungspotenzials der Nutzungen
  • Ermittlung der Schutzfunktion der grundwasserüberdeckenden Schichten gegenüber dem Eintrag verschiedener Stoffgruppen auf Grundlage von Bodenkarten und hydrogeologischen Karten
  • GIS-technische Umsetzung der Bewertung bis zum Grundwasserverschmutzungsrisiko
  • Beurteilung und Priorisierung der Risiken für die Rohwasserressource unter Berücksichtigung von Monitoringergebnissen
  • Auswertung von bestehenden Maßnahmen (Kooperation LW / WW) und Prüfung möglicher weiterer Maßnahmen
  • Maßnahmenkonzeption und Umsetzungsvorschläge

Ergebnis / Nutzen / Erfolg

Mit der Risikostudie liegen eine Dokumentation und Übersicht der ehemaligen und aktuellen Nutzungen in den beiden Wasserschutzgebieten sowie eine Bewertung der nutzungsbezogenen Grundwassergefährdungspotenziale und des tatsächlichen Grundwasserverschmutzungsrisikos vor. Eine regelmäßige Aktualisierung und Einarbeitung von Vor-Ort-Beobachtungen ist vorgesehen.

Davon ausgehend können die Risiken nachvollziehbar beurteilt und priorisiert werden. Zusammen mit den Ergebnissen des Grundwassermonitorings wird das Maßnahmenkonzept sukzessive angepasst und bildet so die Grundlage für das Einzugsgebietsmanagement mit dem Ziel der Verminderung von Risiken für die Rohwasserressource.

Künftig werden in regelmäßigen Fachgesprächen aktuelle Risikobetrachtungen und Monitoringergebnisse von Wasserversorger und Überwachungsbehörden gemeinsam erörtert und hinsichtlich der getroffenen bzw. zusätzlich erforderlichen Maßnahmen im Wasserschutzgebiet bewertet.

Ihr/e Ansprechpartner/in

Nadine Coenen

Unsere Kunden:  Wasserversorgungsunternehmen • Wasserverbände • Fachämter auf Bundes- und Landesebene • Kommunen • Kreise • Grundstücks-
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