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Wasser · Boden · Geomatik
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Schadstoffbelastung von Überschwemmungsböden

  • 07.10.2013
  • ks
  • Aachen

Gemeinsam mit der Universität Wuppertal unter Federführung des Umweltbundesamtes gestaltete die ahu AG das 2. Fachgespräch zum UBA F+E-Vorhaben "Bundesweite Kennzeichnung der Schadstoffbelastung von Überschwemmungsböden".

Hintergrund

Überschwemmungsböden oder Auen sind natürliche Überflutungsbereiche von Fließgewässern und gehören zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas. Sie werden häufig und zumeist periodisch überschwemmt und bilden mit dem Fließgewässer eine ökologische Einheit. Die periodischen Überflutungen finden in Deutschland oft im Frühjahr statt und betreffen v.a. die flussnahen Bereiche. Fließgewässerauen stehen im permanenten stofflichen Austausch mit ihrer Umgebung und sind durch Erosions- und Sedimentationsprozesse von der Umlagerung erheblicher Mengen an Bodenmaterial und daran gebundener Schadstoffe geprägt.

Das F+E-Vorhaben – Fachkonzepte und Ziele

Im UBA-F+E-Vorhaben „Schadstoffbelastung von Überschwemmungsböden“ FKZ 3711 71 214 wurden durch die ahu AG in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. zwei Fachkonzepte erarbeitet. Die Konzepte verfolgen drei wesentliche Ziele:

  • Vorstellung des konzeptionellen Ansatzes zur Kennzeichnung und Visualisierung des bundesweiten, stofflichen Bodenzustands in Auen
  • Darstellung der Vorgehensweise zur Ableitung von Raumeinheiten die zur bundesweiten Darstellung der Schadstoffbelastung von Böden in Auen verwendet werden sollen und statistische Auswertung zur Relevanzprüfung von Einflussfaktoren
  • Vorschlag zur Anwendung der entwickelten Methoden in Testgebieten

Das Fachgespräch

Im Fachgespräch, an dem Dr. Michael Kastler und Carolin Kaufmann-Boll teilnahmen, wurde zunächst ein Überblick über die durch die Behörden der Länder und des Bundes zur Verfügung gestellten und für die Methodenentwicklung verwendeten Datengrundlagen gegeben. Anschließend wurden die Fachkonzepte für die Methode der Visualisierung von Belastungssituationen unter Verwendung eines Stoffindex und für die Pilotanwendung des Visualisierungsverfahrens in Testgebieten vorgestellt und diskutiert.

Im Rahmen des Fachgesprächs fand zudem ein Austausch über in den Bundesländern aktuell durchgeführte und laufende Maßnahmen statt, die aufgrund des Juni-Hochwassers 2013 eingeleitet wurden.

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