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Präsentation der Ergebnisse des BASt-Projekts vor dem BOVA/LABO-Fachausschuss

  • 01.07.2014
  • ks, ml

Auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses „Vorsorgender Bodenschutz“ (BOVA-Fachausschuss) der Bund/Länder Arbeitgemeinschaft (LABO) am 24./25. Juni 2014 in Leipzig präsentierte die ahu AG die Ergebnisse des im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen durchgeführten Projekts zur „Erarbeitung eines bundesweit einheitlichen anwendbaren Bewertungssystems für das Schutzgut Boden im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung im Straßenbau“ und traf auf ein positives Echo.

Die entwickelte Methode (BOSTRA-Verfahren) setzt sich aus den Teilen Erfassung, Bewertung, Wirkungsprognose, Vermeidung und Kompensationsermittlung zusammen.

Es werden zunächst die wichtigsten Bodenteilfunktionen nach § 12 BBodSchG bewertet und zu einem gemeinsamen Wert aggregiert. Dieser Wert wird mit der Naturnähe eines Bodens (Abstufung nach Bodenaufbau und anthropogener Beeinflussung) verknüpft, um zum einen mögliche Vorbelastungen, zum anderen auch den überdurchschnittlich guten fachlichen Umgang mit dem Boden berücksichtigen zu können. Die ermittelten Werteinheiten werden mit der Fläche multipliziert woraus sich der Eingriffsumfang und damit die erforderliche Kompensation für das Schutzgut Boden ergeben.

Das Bewertungsverfahren ist in der Lage, anthropogen beeinflusste Böden und damit auch Böden im Planzustand realistisch zu bewerten. Es ist insbesondere beim länderübergreifenden Bundesfernstraßenbau geeignet, den Eingriffsumfang einheitlich und reproduzierbar zu ermitteln; Abweichungen, wie sie dort durch Verwendung länderspezifischer Verfahren entstehen würden, werden vermieden.

Eingriffe in das Schutzgut Boden führen aufgrund seiner Sensibilität schnell zu hohen Funktionsverlusten. Ein Ausgleich ist daher häufig nur schwer und unter hoher Flächeninanspruchnahme möglich. Durch validierende Bodenuntersuchungen konnte gezeigt werden, dass gerade im Umfeld von Baustellen ein großes Potenzial zur Vermeidung von Bodenbeeinträchtigungen und damit zu einer Verringerung des Ausgleichsumfangs besteht.

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