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Image Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Rahmen von dynaklim

Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Rahmen von dynaklim

  • 16.07.2014
  • de

Nach fünfjähriger Projektlaufzeit ging am 30.06.2014 das F+E-Vorhaben dynaklim (Dynamische Anpassung regionaler Planungs- und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Emscher-Lippe-Region) des BMBF zu Ende. 13 Projektpartner und viele Kooperationspartner aus der Emscher-Lippe-Region haben in einem intensiven Dialogprozess Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel entwickelt. Die Ergebnisse sind in 51 dynaklim-Publikationen veröffentlicht.

Die zu erwartenden Veränderungen der Temperaturen, des Niederschlagsverhaltens, der Grundwasserneubildung und der Grundwasserstände wurden für zwei Szenarien der nahen Zukunft (2030-2050) und der fernen Zukunft (2070-2100) beschrieben, und entsprechende Anpassungsmaßnahmen wurden konzipiert. Deren Bandbreite reicht von eher technischen Maßnahmen in den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Trinkwassergewinnung und urbaner Wasserhaushalt bis hin zu Maßnahmen im Bereich der Verwaltungsstrukturen. Alle wesentlichen Ergebnisse des Vorhabens sind in einer „Roadmap 2020“ festgehalten.

Die ahu AG bearbeitete im Rahmen von dynaklim vor allem die Themen Boden und Grundwasser.

Bei der Untersuchung der Böden des Emschergebietes haben wir festgestellt, dass aufgrund der langen Industriegeschichte der überwiegende Teil der dortigen Böden anthropogen verändert ist. Die für diesen Bereich vorhandene Bodenkarte (BK50) stellt jedoch bislang vorwiegend natürliche Böden dar. Dadurch ergibt sich ein großer Überarbeitungsbedarf.  Auch die Vorstellungen hinsichtlich der Höhe der Grundwasserneubildungsraten sind zu revidieren. Im Einzelnen sind die Ergebnisse im folgenden Teilbericht dokumentiert:

Die klimabedingten Veränderungen des Bodenwasser- und Stoffhaushalts sind im folgenden Teilbericht beschrieben:

Als Anpassungsmaßnahme im Bereich Boden haben wir ein Konzept erarbeitet, Regenwasser in heißen Sommern gezielt auf Böden aufzubringen bzw. zu versickern, um einen starken Verdunstungseffekt zu erzielen. Dadurch wird die natürliche Kühlleistung der Böden verstärkt und dem Hitzekollaps der Städte entgegengewirkt:

Die ahu AG war auch verantwortlich für die Ergebnisse im Themenfeld Grundwasserbewirtschaftung. Hier wurde in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft v.a. mit Hilfe flächiger Grundwassermodelle untersucht, welche Risiken für die Infrastruktur durch steigende Grundwasserstände bestehen und wie diese durch den Bau von Dränage-Ersatzsystemen kompensiert werden können.

Alle Anpassungsmaßnahmen sind mit hohem finanziellem Aufwand verbunden. Von der ahu AG wurde ein Monitoringkonzept entwickelt, um die Wirksamkeit der zahlreichen Anpassungsmaßnahmen zu messen und zu beurteilen:

Eins der wesentlichen Ergebnisse von dynaklim ist auch der Aufbau eines Netzwerks der verschiedensten Akteure in der Region. Zur Unterstützung der Kommunikation wurde von der ahu AG eine Reihe von Werkzeugen entwickelt (Projekthomepage, Wiki Klimaanpassung, Wissenslandkarte): www.dynaklim.de

Der Anpassungsprozess wie auch der Klimawandel gehen weiter: Am 29. und 30. Oktober 2014 werden im RuhrCongress Bochum die „Klimatage 2014“ stattfinden, bei denen auch über neue Ergebnisse aus dynaklim berichtet wird.

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