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Unterirdische Enteisenung und Entmanganung in Kaldenkirchen

  • 18.04.2016
  • cs, ur

Die ahu AG begleitet seit zwei Jahren erfolgreich die Unterirdische Enteisenung und Entmanganung (UEE) an der Wassergewinnung Kaldenkirchen der Stadtwerke Nettetal GmbH. Nach nunmehr zweijähriger Betriebszeit der UEE zeigen die beiden Brunnen an der Wassergewinnung im Förderwasser eine sichere Unterschreitung der Grenzwerte (TrinkwV) von Eisen und Mangan. Die Standzeit der Filter im Wasserwerk konnte damit deutlich erhöht werden.

Die Unterirdische Enteisenung und Entmanganung (UEE) stellt ein naturnahes Verfahren der Wasseraufbereitung dar, welches den Grundwasserleiter als Reaktionsraum nutzt. Durch die Infiltration von sauerstoffhaltigem Reinwasser wird eine Oxidationszone im Untergrund geschaffen, die eine Ausfällung von Eisen und Mangan aus dem Grundwasser bewirkt. Die entstehenden Eisen- und Manganhydroxide verbleiben im Untergrund und müssen nicht, wie bei der oberirdischen Aufbereitung, entsorgt werden.

Die UEE mit Reinwasser als Infiltrationswasser an der Wassergewinnung Kaldenkirchen ist erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die Betriebsführung der UEE erfolgt von Anfang an durch die Kommunale Partner Wasser GmbH. Nach zwei Jahren Betriebszeit liegt die Eisen-Konzentration im Förderwasser beider Brunnen bei Null und die Mangan-Konzentration derzeit bei 0,02 mg/l, d. h. die Grenzwerte der TrinkwV werden sicher unterschritten. Die Enteisenung hat sofort eingesetzt. Die Entmanganung hatte eine Anlaufphase von mehreren Monaten, was den Erwartungen entsprach.

Der mittlere Ergiebigkeitskoeffizient (EGK) liegt für die Brunnen bei 3,5 bzw. bei 3,1. Es wird mit einer weiteren Erhöhung der EGK im laufenden Brunnenbetrieb gerechnet. Die Standzeit der Filter im Wasserwerk hat sich jetzt bereits von 60 auf 1.200 Stunden erhöht. Eine weitere Erhöhung der Filterstandzeit wird erwartet. Das bedeutet deutliche Einsparungen bei der Spülwasserbehandlung und Entsorgung von Filterschlämmen für den Wasserversorger.

Der Betrieb der unterirdischen Wasseraufbereitung muss hydrochemisch überwacht werden, d. h. im Minimum anhand der Eisen- und Mangankonzentration im Förderwasser der UEE-Brunnen. Ebenfalls muss sichergestellt werden, dass die Nickel- und Arsenkonzentration dauerhaft stabil unterhalb der Grenzwerte der TrinkwV liegen.

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