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Umsetzung der neuen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom Januar 2018

  • 14.05.2018
  • cs

Am 09.01.2018 ist die Verordnung zur Neuordnung trinkwasserrechtlicher Vorschriften bundesweit in Kraft getreten. Eine wichtige Änderung in der neuen TrinkwV ist die „risikobewertungsbasierte Anpassung der Probenahmeplanung für eine Trinkwasserversorgungsanlage (RAP)“. Inwieweit diese für Wasserversorgungsunternehmen zielführend und auch wirtschaftlich sinnvoll ist, wird derzeit unter Fachleuten diskutiert.

Gemäß der novellierten Trinkwasserverordnung von Januar 2018 gilt die „risikobewertungsbasierte Anpassung der Probenahmeplanung für eine Trinkwasserversorgungsanlage (RAP)“ (§ 14 Abs. 2a-2c TrinkwV) vom Einzugsgebiet bis zum Punkt der Übergabe von Trinkwasser aus einer Wasserversorgungsanlage in die Trinkwasser-Installation. Vom Umweltbundesamt wurden bereits im Januar 2018 Leitlinien für die Risikobewertung herausgegeben (s. u.).

Aus fachtechnischer Sicht kann der RAP mit seinem risikobasierten Ansatz eine wichtige und hilfreiche Ergänzung zu bereits bestehenden Instrumenten und Managementsystemen bei Wasserversorgungsunternehmen sein und damit zur Sicherung der guten Trinkwasserqualität in Deutschland beitragen. Wer jedoch darüber nachdenkt, mit der RAP eine Reduzierung von Analysekosten in seiner Trinkwasserversorgung zu erreichen, muss zunächst den Aufwand für die Erarbeitung der RAP tragen, um im Anschluss ggf. Einsparungen beim Analyseumfang zu erreichen. Ob und wann sich das wirtschaftlich rechnet, ist im Einzelfall zu bewerten.

Eine rein monetäre Betrachtungsweise erscheint jedoch aus technischer Sicht nicht zielführend. Bereits heute führen viele Versorgungsunternehmen im Rahmen ihrer Eigenvorsorge standortangepasste Analysenkampagnen in Bezug auf die Roh- und Trinkwasserbeschaffenheit durch und untersuchen häufig mehr, als vom Gesetzgeber gefordert wird. Um hier den notwendigen Umfang festzulegen, hat die ahu AG viele ihrer Kunden in den letzten Jahren bereits mit der Erstellung entsprechender Risikostudien und Maßnahmenpläne auf der Basis des Water-Safety-Plan-Konzeptes der WHO unterstützt.

Die ahu AG berät ihre Kunden seit langem zudem beim Aufbau und der Umsetzung von Monitoring- und Überwachungssystemen im Rahmen der Sicherstellung der betrieblichen und Öffentlichen Trinkwasserversorgung. Gerne beraten wir auch Sie bei Fragen zur Umsetzung und dem strategischen Umgang mit der aktuellen rechtlichen Sachlage.

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